
Badener und Württemberger brauchen aufgrund ihrer Geschichte stets ein Fließ-Gleichgewicht, damit sie im gemeinsamen Baden-Württemberg wachsen und gedeihen können. Eine wunderbare Gelegenheit, dieses Gleichgewicht immer wieder herzustellen, bietet sich uns Rahmen einer symbolhaften Partnerschaft mit der Alb, die auf württembergischen Boden bei Bad Herrenalb (Landkreis Calw) entspringt und bei Karlsruhe in den Rhein mündet. Lange war die Alb auch Grenzfluss und hat eine wechselvolle, oft auch mit Leid verbundene Geschichte. Grenz-Geschichte dieser Art ist aber kein unveränderbares Schicksal wie uns die Geschichte des Landes Baden-Württemberg zeigt. Und wenn wir in einer Grenze auch Grenz-Wertiges – nämlich Begegnung - erkennen können, kann sogar eine richtig gute neue Geschichte daraus werden.
Um dieses Bewusstsein in der breiten Öffentlichkeit zu fördern, planen wir im Sommer 2006 die Badische Schlacht unter Mitwirkung der Württemberger und der Franzosen. Wir beziehen uns dabei auf ein Ereignis während des 1. Koalitions-Krieges im Jahr 1796, als Großherzog Carl mit seinen Truppen durchs Albtal zog und bei der Schlacht von Malsch in der Nähe von Karlsruhe auf den französischen General Moreau traf. Dieses Treffen kostete vielen Menschen das Leben - keine gute Geschichte.
Und so sieht unsere Alternative aus: Fußmarsch von Schlachten-Bummlern ins hintere Albtal, wo in unmittelbarer Nähe von Frauenalb die frühere badische Landesgrenze zu Württemberg verläuft. Im Klostergarten große Schlacht am kalten Buffet. Dort jede Menge Lach-Salven bei der Geschichte vom Ettlinger Tor (Hans von Singen) – leider heute schon fast vergessen. Geistreiche Wort-Gefechte zeigen uns, wie man heute im Land gut miteinander streitet , das Ganze unter der Aufsicht vom “König von Preußen” (Gasthaus in Frauenalb). Ausführliche Lage-Besprechung durch ein Mitglied vom BUND unter besonderer Berücksichtigung von Flora und Fauna der Feldlagen des Albtals. Der Badische Schuss stillt unseren Taten-Durst (Apfelsaft mit einem Schuss Quittensaft), beim württembergischen Schuss-Wechsel gibt es auch Birnen- oder Karotten-Saft als Schuss-Alternative. Sports-Kanonen tragen in Bad Herrenalb ihre Frauen ins Paradies (Vorhof des ehemaligen Klosters). Die Karlsruher Erzählerin Nana Krieg gibt eine Kriegs-Erklärung ab und lüftet das Geheimnis, warum sie sich jetzt Nana Avingarde nennt. Französische Vorreiter zeigen uns, wie man bei der Pferdedressur tierische und menschliche Kräfte ausbalanciert. Im Ettlinger Albgaustadion ist die Karlsruher Abwehr aus dem Wildpark nicht wiederzuerkennen und spielt dem Stuttgarter Sturm vom VFB die Bälle zu. Nach dem Spiel feierliche Erklärung der Baden-Württembergischen Verletzungs-Pause durch badische und württembergische Entscheidungsträger (“Badener und Württemberger verzichten ab sofort und bis auf weiteres auf gegenseitig verletzende Äußerungen”). Im Bad Herrenalber Thermalbad erwartet alle, die es nötig haben, eine Abreibung.
Nach der Niederlage bei Frauenalb (man kann sich dort im Klostergarten wunderbar niederlegen und entspannen) feiern wir zum Schluss den baden-württembergischen Sieg – der Vernunft und der Lebensfreude
Um die dauerhafte Friedens-Sicherung zwischen Baden und Württemberg zu verteidigen, wird die Badische Schlacht alle 2 Jahre wiederholt und großzügig mit Fördergeld aus dem Baden-Württembergischen Verteidigungs-Haushalt bedacht. Falls es diesen noch nicht gibt, wird er eingerichtet - es gibt viele Werte zu verteidigen in diesem Land.

Mit der “badischen Alb” im Südschwarzwald streben wir eine Fluß-Partnerschaft an, wohl wissend, dass wir damit in “Teufels Küche” kommen (Fels-Formation im unteren Albtal in der Nähe von Albbruck, wo man sich sehr schön erholen kann)
Wir haben für den Baden-Württembergischen Alb-Verein tausend Ideen aber nur wenig oder gar kein Geld, deshalb sind uns Sponsoren sehr herzlich willkommen. Denken Sie, nicht nur was das Wasser angeht, mit dem Herzen und unterstützen Sie das baden-württembergische Fließ-Gleichgewicht!