Das hätten wir uns nun wirklich nicht träumen lassen: Bereits wenige Tage nach Erscheinen des neuen wirkstatt-Kursbuches und dem Hinweis auf unser neues Betätigungsfeld, das "Fließ-Gleichgewicht zwischen Baden und Württemberg", sehen wir bereits Handlungsbedarf.
Ein alter Streit kocht hoch und "erhitzt die Gemüter" (Badische Neuste Nachrichten vom 3.8.05). Dürfen die Schwaben den Bodensee "Schwäbisches Meer" nennen? Einige Badener sind empört, da man in Württemberg lediglich über eine etwa 25 km große "schwäbische Breitseite" zwischen Kressbronn und Friedrichshafen verfügt - die badischen Ufer sind dagegen über 100 km lang. Historiker wiederum verweisen auf die frühere Zugehörigkeit des Sees zum Herzogtum Schwaben.
Aber dies trägt alles nicht zur Lösung des Problems bei, geht es hierbei doch offensichtlich ums "Eingemachte", um eine Liebesbeziehung von Badenern und Schwaben zu jeweils "ihrem" See.
Lesen Sie den nachstehenden wirkstatt- Lösungs-Vorschlag. Und schreiben Sie uns, wie Sie darüber denken. Gerne per eMail (manfred.boegle@wirkstatt.com) oder als Eintrag in unser Gästebuch.
Wir lieben uns, wir streiten uns. Aber richtig, alles was Recht ist...
Manfred Bögle
Zum Beitrag "Streit ums "Schwäbische Meer" in den Badischen Neuesten Nachrichten vom 3.8.05
"Hier Baden!" ist
die Alternative!
Warum sollte man in Württemberg den Bodensee
nicht "Schwäbisches Meer? nennen dürfen? Das
ist geflügeltes Wort, Dichterwort also. Da spürt man doch
gleich die Volksseele und die Zuneigung zu etwas ganz Großem,
zum Wasser nämlich; diese Liebe kann man den Schwaben doch nicht
einfach ausreden.
Und kein vernünftiger Mensch wird heute noch aus dem Begriff "Schwäbisches Meer" irgendwelche Besitzansprüche ableiten.
Die ganze Diskussion ums "Schwäbische Meer" ist hingegen wunderbar dazu angetan, einen edlen dichterischen Wettstreit anregen - warum sollten wir Badener nicht auch so schöne geflügelte Worte für "unseren" Bodensee finden? Wir könnten doch zum Beispiel den Bodensee "Badensee" nennen. Dem könnten doch alle zustimmen, die Österreicher, die Schweizer und die Schwaben auch - wollen doch alle Anrainer einen See mit sauberem Wasser zum Baden!
Schön wäre auch ein einladendes Schild "Hier Baden!" im ganzen Seebereich. In aller Unschuld könnten wir dieses Schild auch entlang der 25 km langen "schwäbischen Breitseite" zwischen Kressbronn und Friedrichshafen aufstellen.
Am 100 km langen badischen Ufer könnten zusätzlich noch Tafeln informieren: "Erleben Sie hier den badischen Meer-Wert". Damit wäre das "Schwäbische Meer" doch mehr als ausgeglichen. Das wären zwar grenzwertige Aktionen, zugegeben, aber an den Grenzen wird das Leben doch erst so richtig spannend. Außerdem ist es allemal besser, initiativ zu sein, statt auf die Schwaben zu schimpfen, die schöne Worte für ihr Wasser finden. Finden wir selber eine gute Geschichte! Wissen wir doch aus einer (leider so nicht veröffentlichten) Anzeigenkampagne:
"Wir in Baden können Alles. Auch anders."