Immer wieder werden Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Kultur braucht Straße” gefragt, ob sie „von einem anderen Stern” seien - allzu weit weg „von allem” erscheint einigen Mitmenschen die enorme Vorstellungskraft der Gruppe - zum Beispiel die Idee, aus der Karlsruher Klauprechtstraße im Jahr 2010 „Europas Kultur-Hauptstraße” zu machen. Wir haben das mit dem „anderen Stern” bislang weit von uns gewiesen, sind nun aber doch etwas nachdenklich geworden, weil inzwischen diese Deutung nicht mehr ganz von der Hand zu weisen ist.
So sieht man immer wieder Leute mit Milchflaschen durch die Klauprechtstraße laufen und mit ihnen im „Erzählcafé” Lasch in der Klauprechstraße 13, wo es auch Milch zu kaufen gibt, verschwinden. Das kann man so deuten, dass die Klauprechtstraße eine „Milchstraße” ist - dank der Europäischen Kultur-Hauptstraße eine „Europäische Milchstraße” gewissermaßen, die in Zukunft uns Europäern beim Blick in den Sternenhimmel einen neuen Stolz verleihen könnte.
Ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich bei der Klauprechtstraße um eine Art „Astronomische Sondereinheit (AS)” oder noch direkter gesagt um „ein Geschenk des Himmels” handelt, sind die immer wieder die Straße querenden Sternbilder, zum Beispiel „Großer Wagen” und „Kleiner Wagen”. Faszinierend auch die Beobachtung, dass im Zentrum der „Europäischen Milchstraße” ein Schwarzes Loch sitzt.
Inzwischen erscheint die Existenz von energiereichen Schwarzen Löchern im Universum nachgewiesen. Sie haben die unheimliche Eigenschaft, alles um sich herum aufzusaugen, oder - um es mal etwas freundlicher zu umschreiben - „alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken”. Das ist im Zentrum der Europäischen Milchstraße, an der europäischen Schnittstelle Klauprechtstraße/Hirschstraße, ebenfalls der Fall. Immer wieder sieht man hypersensible Menschen (z.B. Geschichtenerzähler), wie sie mit dem verträumten „Kaspar-Hauser-Blick” an der Kreuzung stehen und ganz offensichtlich „irgendwo anders” sind. Spricht man sie an, sagen sie, dass sie soeben in einer anderen Welt waren, im „Reich der Phantasie”. Über ein „Wurmloch” sei es hier an der Ecke möglich, das Schwarze Loch zu durchqueren und in ein Universum vorzudringen, in dem man auf die wundersamsten Dinge trifft. Hier gäbe es auch die Gegenstücke zu den Schwarzen Löchern, die bislang nur theoretisch denkbaren Weißen Löcher, die nicht alles aufsaugen sondern ganz im Gegenteil alles nur abgeben, einer Quelle gleich; es handle sich bei einem Weißen Loch um die reine Liebe. Über das bereits erwähnte „Wurmloch” und mit einem Lächeln „direkt von der Quelle” käme man auch problemlos und ohne Schaden zu nehmen wieder in die sogenannte „Realität” zurück, in diesem Falle an die Straßenecke Klauprechtstraße/Hirschstraße.
Das klingt phantastisch und ist es auch. An der Karlsruher Elite-Uni wird man sich verwundert die Augen reiben und den Atem anhalten. Aber bitte weiteratmen, sehr verehrte Damen und Herren, die Geschichte geht noch weiter!
Die Arbeitsgemeinschaft „Kultur braucht Straße” wird die aufgetretenen Phänomene genauestens beobachten und untersuchen. Vor allem wird zu erforschen sein, ob es sich bei den weißen Streifen an der „Europäischen Schnittstelle” tatsächlich wie behauptet um ehemalige Zebrastreifen handelt, die sich durch die enorme Anziehungskraft des Schwarzen Loches in gekrümmten Raum verwandelt haben. Dieses Phänomen (siehe Foto) wird sicher auch Martin Kirsch, den Chef des Karlsruher Tiefbauamtes interessieren, möglicherweise wird er nach der persönlichen Inaugenscheinnahme einen doppelten Kirsch benötigen...

Bleibt also abzuwarten, wie sich die Dinge in der Astronomischen Sondereinheit (AS) Klauprechtstraße weiter entwickeln. Nach jetzigem Stand scheint alles denkbar - zu viel Unglaubliches ist in hier in der Straße in den letzten Jahren schon passiert und warum soll sich hier nicht auch das Reich der Phantasie auftun - und die Quelle der reinen Liebe?
Überspannen wir den Bogen nicht und bleiben wir auf dem Teppich, bzw. auf dem Asphalt. Und doch lässt sich selbst bei größtem Vorbehalt über das hier Gesagte feststellten:
Gelingt es der Karlsruher Klauprechtstraße im Jahr 2010 tatsächlich den selbst auf der Straße gefundenen Titel „Europas Kultur-Hauptstraße 2010" zu erringen, erlebt die Sonnenstadt Karlsruhe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine europäische Sternstunde!
Und diese schöne Geschichte können dann unsere Kinder noch ihren Kindern und Kindeskindern erzählen....
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