„Europäisches Haus der Erzählkunst” entdeckt „Meta-Ebene” zwischen ZKM und Garten Eden!
Ein europäischer Traum wurde Wirklichkeit: 44 Freundinnen und Freunde der Klauprechtstraße besiegelten vom 23.-27. Juni 2012 die 1. Europäische Straßenpartnerschaft mit der Via Gazzei im toskanischen Radicondoli. Eine deutsch-italienische Geschichts-Werkstatt, ein gemeinsamer Musik-workshop der beiden Gruppen „Albgoischda“ und „La Banda“ und das große Europafest „Cultura incontra Kultur“ bildeten den vorläufigen Höhepunkte einer deutsch-italienischen Begegnung, die sich als europäisches Modellprojekt versteht (weiter)
• Zur Karlsruher Delegation zählte auch der Holzsägekünstler Guntram Prochaska, der in einem schöpferischen Akt den europäischen Straßenengel „Angiolino“ aus italienischem Kastanienholz und deutscher Eiche entstehen ließ. Der italienische Engel mit deutschen Flügeln hat künftig einen Ehrenplatz im Amphitheater von Radicondoli. Mit anderen Worten: Es handelt sich bei dieser Straßenpartnerschaft um das 1. engelgestützte Straßenpartnerschaftsprojekt der Europäischen Union J
Bereits im September 2010 waren 48 Freundinnen und Freunde der Via Gazzei zu einem ersten Besuch in die Klauprechtstraße gekommen, darunter auch Alice Villa mit Mann Enea und Sohn Samuele. Die Familie war zusammen mit den anderen Mitgliedern der italienischen Reisegruppe im Hotel „Eden“ in der Bahnhofstraße untergebracht. Und bei so viel Begeisterung für Karlsruhe, für das euro-päische Straßenprojekt und natürlich auch für Ehemann Enea passierte, was einfach passieren wollte: Alice wurde im „Eden“ schwanger …. Und der kleine Luca kam am 24. Juni 2011 zur Welt – nur wenige Stunden nachdem die Reisenden aus Karlsruhe in Radicondoli eingetroffen waren!
Damit ist für den Karlsruher Geschichtenerzähler, der die deutsche Reisegruppe anführte, auch der letzte Zweifel ausgeräumt:
• Diese europäische Straßenpartnerschaft ist eine gute Geschichte!
Und nachhaltiger kann eine Partnerschaft nicht sein…
Gruß ins Rathaus! Dass es in Karlsruhe mit dem „Eden“ einen „paradiesischen“ Ort gibt, in dem Partnerbeziehungen offenbar besonders fruchtbar werden, könnte künftig auch die Karlsruher Städtepartnerschaften nachhaltig beleben. Die gute Nachricht kommt gerade zur rechten Zeit, stehen doch im kommenden Jahr Jubiläen mit Halle (25 Jahre), Krasnodar (20 Jahre) und Temeswar (20 Jahre) vor der Tür.
Die Idee des Karlsruher Geschichtenerzählers: Sämtliche Besuchergruppen aus den befreundeten Städten sollten im Hotel „Eden“ untergebracht werden, man unterbreite den erwarteten Delegationen diesen Vorschlag in aller Unschuld.
Und erzähle ihnen, dass Karlsruhe Leidenschaften weckt.
Mehr aber auch nicht!
Denn ein Geschichtenerzähler kann viel erzählen. Was wirklich zählt, ist einzig und allein die persönliche Erfahrung…
PS. Möglicherweise wirft die „lebendige Beziehung“ zwischen der Klauprechtstraße und der Via Gazzei auch eine völlig neue Sicht auf übergeordnete Zusammenhänge. „Eine neue Sicht der Dinge entwickeln“ – das ist auch das große Anliegen des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in der Verlängerung der Klauprechtstraße. Diese neue Sicht auch dem einfachen Bürger zu vermitteln ist eine besondere Herausforderung für die renommierte Einrichtung.
Hier bietet sich die Klauprechtstraße künftig als „Sehhilfe“ an und zwar speziell bei der Klärung der Frage, wo denn das „neue Sehen“ seinen Ursprung hat. Wir finden die Geschichte dazu in der Bibel, meint der Karlsruher Geschichtenerzähler, genauer gesagt im 1. Buch Mose. Dort lesen wir in Kapitel 3 der Genesis vom Garten Eden und den ersten Menschen, hier erfahren wir von der Verführung durch die Schlange und dem sich anschließenden Sündenfall. Nachdem Adam und Eva die verbotenen Früchte gegessen hatten „…gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren“.
Neues Sehen beginnt also mit Selbsterkenntnis! Unter diesem Aspekt ist der Apfelbiss eigentlich keine schlechte Geschichte, denkt sich der Karlsruher Geschichtenerzähler, einmal abgesehen davon, wozu die Menschheit dann im Anschluss die neue Sehfähigkeit benutzt hat…
• Der Karlsruher Erzähler ist der Meinung, dass das Leben wie ein Spiegel funktioniert und dass es sich über Symbole und Zeichen erschließt. Jetzt hat er wieder ein besonders schönes Zeichen als „Baustein“ für seine Theorie entdeckt:
Denkt man sich eine direkte Linie vom Haupteingang des ZKM durch die Klauprechtstraße und führt sie über die Kreuzung Karlstraße weiter, kommt man direkt in den „Garten Eden“, den Restaurant-Garten des Hotel Eden in der Bahnhofstraße!
• Ausgangspunkt und aktueller Stand des „neuen Sehens“ sind also in der Karlsruher Südweststadt symbolhaft über eine geodätische Linie, die kürzeste Verbindungskurve zweier Punkte, miteinander verbunden – und die Klauprechtstaße ist essentieller Bestandteil dieser Linie (siehe untenstehende Darstellung; Dank einmal mehr dem Sonderbeauftragten des Erzählers, Gerhard Graf!).
Allerdings entsteht beim Begehen der Strecke eine zunächst einmal irritierende Seh-Störung: nach dem Verlassen der Klauprechtstraße im Kreuzungsbereich der Karlstraße hat man auf Höhe des Hauses Bahnhofstraße 5 erst einmal eine Wand vor dem Kopf. Der Trick – das neue Sehen – besteht nun darin, sich die Verbindung aus der Vogelperspektive anzuschauen.
* Wer das Leben auch aus der Vogelperspektive betrachten kann, weitet den Blick und erkennt Zusammenhänge, die sich mit einer „Wand vorm Kopf“ nicht erschließen. Da der Karlsruher Geschichtenerzähler die Benutzung der Meta-Ebene - eine andere Metapher für die Vogelperspektive - bei Problemlösungen aller Art für grundlegend wichtig hält, will er sich dafür einsetzen, dass die Klauprechtstaße künftig als „Badische Vogelflug-Linie“ ausgeschildert wird. Schaumermal was der neue Leiter des Karlsruher Tiefbauamtes, Gerhard Schönbeck dazu sagt, wenn der entsprechende Antrag auf seinem Tisch liegt.
Der Karlsruher Geschichtenerzähler glaubt, dass die Chancen für seine sehr spezielle „Fluglinie“, die ein weiteres Karlsruher Alleinstellungsmerkmal darstellt, nicht schlecht stehen. Und er verweist auf die Bewohner der Via Gazzei im toskanischen Radicondoli und deren Begeisterung für ihre Partnerstraße in der Karlsruher Südweststadt.
• „Die Italiener“, argumentiert der Karlsruher Geschichtenerzähler, „die Italiener ‚fliegen’ nach allem was während der 1. Europäischen Straßen-Partnerschaft vom 23.-27. Juni 2011 passiert ist, ja jetzt schon auf die Klauprechtstraße!“

wirkstatt - Forum Erlebenskunst
Der kleine Luca mit Alice, Enea, Samuele – und dem Europäischen Straßenengel Angiolino im Rücken...

…alle „fliegen“ sie auf die Karlsruher Klauprechtstraße

Und was finden wir im Nordost-Zipfel vom „Garten Eden“? Karls Ruhe!