Einladung auf „Ullrichs Bank”!

„Wie geht es eigentlich dem Ullrich Eidenmüller?” Diese Frage kam uns Mitte April in den Sinn, denn vor gerade einem Jahr hatte unser früherer Kulturbürgermeister seinem Dezernat 5 „Lebewohl” gesagt. Da wollten wir doch mal bei ihm nachhören und ihn gleich auch zum Erzählen verlocken. Eine gute Gelegenheit hierfür erschien uns die Übergabe von Ullrichs Bank, die auf Anregung der wirkstatt auf dem „Kirchspielplatz” am Brunnen bei St. Stephan zukünftig an den verdienstvollen Dezernenten und gelernten Bankkaufmann erinnern soll. Die Übergabe fand am 15. April 2009 bei schönstem Sonnenschein statt; der Karlsruher Geschichtenerzähler Manfred Bögle fand die passenden Worte dafür.

Eine Zauberflöte (Kathrin Beddig) umrahmte die stimmungsvolle Feier. Im Anschluss war man eingeladen, auf Ullrichs Bank Platz zu nehmen, sich wohlzufühlen und sich am Spiel der Kinder auf dem neugestalteten Kirchspielplatz zu erfreuen. Den von der Architektenkammer Baden-Württemberg prämierten Platz hatte Eidenmüller noch während seiner Amtszeit der dankbaren Öffentlichkeit übergeben können.

Gleich drei amtierende Bürgermeister nahmen die Gelegenheit wahr, Ullrichs Bank auf Standfestigkeit hin zu überprüfen. Man achte einmal bei untenstehendem Bild auf das zufällig entstandene parteipolitische Farbenspiel: Wolfram Jäger, „schwarz” (CDU), Harald Denecken, „rot” (SPD), und Michael Obert , „goldgelb” (FDP), sitzen einträchtig neben dem (ebenfalls goldgelben) ehemaligen Bürgermeister Ullrich Eidenmüller. Das nennen wir beim Thema „parteipolitische Verträglichkeit in Karlsruhe” Flagge zeigen!

Wir danken Allen, die uns bei der Suche nach der „richtigen” Bank unterstützt haben. „Richtig” ist eine Bank unserer Meinung nach dann, wenn man auf ihr „Karls Ruhe” findet. Und die wünschen wir nicht nur unserem ehemaligen Bürgermeister sondern Jedem von uns. Denn in „Karls Ruhe” liegt die Kraft , die wir gerade in schwierigen Zeiten so dringend benötigen.

Die wirkstatt und die Kräuterschule „Kräuterweisheiten” nahmen die Bankübergabe zum Anlass, eine weitere verdienstvolle Person der Stadt mit dem „Karlsruher Ehrenpreis” (Veronica Carolensis) auszuzeichnen. Erster Ehrenpreis-Träger wurde der Leiter des Gartenbauamtes, Helmut Kern. Der hat sofort erkannt, was man mit einem Ehrenpreis machen muss damit es ihm gut geht und hat ihn inzwischen in seinem Garten eingegraben - wieder einmal eine „im Kern richtige Entscheidung”, wie wir es nicht anders von unserem Karlsruher Gartenbauamtschef gewohnt sind!