wirkstoff K: Karlsruhe - Kultur - Klauprechtstraße
Quo vadis Klauprechtstraße? Diese Frage stellte sich uns am 10. März 2005 als eine hochkarätige Jury nach einer Sonderveranstaltung, die uns als “Karlsruher Schnelldurchgang” in Erinnerung bleiben wird, unseren wichtigsten Verbündeten, Europas Kultur-Hauptstadt Karlsruhe, einfach weggenommen hat. Die hätten uns doch wenigstens fragen können, ob wir das gut finden und ob wir das wollen. Nun ja, viel Straßenstaub hat die Jury bei ihrem dreistündigen Besuch in Karlsruhe nicht unter die Füße bekommen - wie soll da Begegnung und Resonanz mit unserer schönen Stadt entstehen.
Wir wollen aber nicht klagen und nehmen die nun vorliegende Situation als Ausgangsbasis für Weiteres. Man sollte immer eine Option haben im Leben, das haben wir bei irgendeinem Philosophen aufgelesen und das begreifen wir sofort. Toll, dass es Philosophen gibt, die man auch mit Mittlerer Reife verstehen kann.
Wir gehen unseren Weg, wir sind der “Bindestrich Europas” und wollen jetzt nicht mehr anders. Wir nehmen mit Görlitz und Essen Tuchfühlung auf und bieten ihnen eine Straßen-/Städte-Partnerschaft an; das wäre weltweit einmalig und bringt dicke Aufmerksamkeits-Quote.
Sollte man ablehnen, machen wir halt alleine weiter. Power haben wir genügend und Unterstützung von politischer und wirtschaftlicher Seite kommen von alleine, wenn man eine gute Geschichte hat. Entscheidend wird allerdings sein, ob wir vor unserer Jury Gnade finden. Diese Jury heißt “Resonanz” und meint die Zustimmung der Menschen, die bei uns wohnen, die bei uns einkaufen und mit uns Feste feiern, die mit uns ein soziales Netzwerk bilden und die selbstbewusst darüber entscheiden können, ob wir den Titel “Europas Kultur-Hauptstraße 2010” verdienen oder nicht.
Also auf! Bis 2010 ist es nicht mehr lange hin und wir haben noch viele Ideen. Der nächste Schritt ist ein regelmäßiges Veranstaltungsprogramm, eine erste Projektskizze liegt schon vor; wir starten im 2. Halbjahr 2005. Auf zwei Veranstaltungen möchten wir in diesem Zusammenhang besonders hinweisen:
Im September wird die Klauprechtstraße zum Stern. Genauer gesagt zum “Gasthaus zum Sternen”, der vielleicht größten Straßenwirtschaft Deutschlands. Von der Kreuzung Hirsch-/Klauprechtstraße aus sollen sternförmig Tische aufgestellt werden und es gibt mediterane Speisen, Getränke und Kultur. Und auf der Hirschbrücke wollen wir mit der Astronomischen Gesellschaft gemeinsame Sache machen und Sterne beobachten. Als “Sternenwirt” haben wir unseren verdienstvollen Dr. Friedrich Georg Höpfner vorgesehen. Der hat schon unglaublich viel Gutes für die Karlsruher Kultur getan und darf sich an diesem Abend den Klauprechtstraßen-Stern an die Brauerschürze heften.
Außerdem sind wir im Gespräch mit der
Künstlerin Sabine
Gärtner-Classen, die mit ihrer
“Tonartkeramik” schon
dramatische Kunstwerk von großer visueller Schönheit
gefertigt hat , zum Beispiel die glühende Marktplatz-Pyramide
vor
dem Karlsruher Schloss. Sabine soll uns an der Ecke
Hirsch-/Klauprechtstraße mit ihrem mobilen Brennofen die
Sterne
vom Himmel holen. Wenn sie abgekühlt sind, kann man sie als
Teller
weiterverwenden und wenn es an der Zeit ist als bleibende Erinnerung an
eine Sternstunde auf Europas Bindestrich an die Kinder vererben.
Schöne Resonanz, die Kinder sind doch jetzt schon unsere
Sternchen.
Das ganz große Rad drehen wir aber mit unserer Straßenbahnfahrt nach Paris. Die Sache bekommt Fahrt, nachdem wir durch Zufall, an den wir schon lange nicht mehr glauben, den idealen Termin dafür gefunden haben: das “Zeitfenster” zwischen dem 1. und 9. Oktober 2005. Die Geschichte dazu: am 2. Oktober 1805, also vor genau 200 Jahren war Napoleon Bonaparte vor den Toren der Stadt Karlsruhe und die Badischen machten ihm den Hof. Nach 200 Jahren ist es höchste Zeit für einen Gegenbesuch! Wir haben beim Badischen Hof in Salem nachgefragt, ob er mit der Straße gemeinsame Sache macht. Wäre doch eine tolle Geschichte, wenn Seine Königliche Hoheit, Bernhard Prinz von Baden darauf anspringt!
Und es gibt noch einen weiteren Grund Anfang Oktober die Kunst der Stunde zu nutzen: am 7.10. beginnt in Nancy die “Karlsruher Woche” aus Anlass der 50jährigen Jumelage mit unserer Stadt. So ein Zufall aber auch.
Ja und dann sollten wir unbedingt auch unserem großen Karlsruher Kultur-Förderer Dr. Friedrich Georg Hoepfner dabei behilflich sein, nach dem großen Erfolg des KEGGY in Frankreich endlich eine „Brasserie Hoepfner“ an den Boulevards von Paris zu eröffnen. Im Gegenzug ist er dann bestimmt bereit, der uns befreundeten “wirkstatt” das Scheffelbier zu brauen, das diese dringend für ihr großes baden-württemberg-weites Erzähler-Projekt benötigt, mit dem an den Karlsruher Schriftsteller Joseph Victor von Scheffel erinnert werden soll. Durst braucht Kultur!
Und dann gibt es noch einen weiteren schwergewichtigen Grund für unser Straßenbahn-Projekt: der Erfinden der weltweit berühmten Karlsruher Zwei-Systeme-Straßenbahn, Dieter Ludwig, geht demnächst in Rente. Wir wissen, dass er zu gerne einmal mit “seiner” Straßenbahn nach Paris fahren würde – lieber Herr Ludwig, wir machen das für Sie!
Eigentlich müsste die Strecke Karlsruhe-Paris “Ludwigslinie” heißen. Zu dumm, dass wir die schon geplant haben (siehe www.klauprechtstrasse2010.de unter “Bewerbung”, Stichwort “Karlsruher Ludwigslinie”). Man sollte aber immer eine Option haben und deshalb sind wir jetzt darauf gekommen, die Strecke “KANAPE-VISITE-Linie” zu taufen (KA wie Karlsruhe, NA wie Nancy und Pe wie Paris) – VI(a) S(traßburg) I(n) T(ram)E(xpress) Schaut euch mal die Streckenführung auf der Karte an, unglaublich: die Linie hat tatsächlich die klassische Kannapee-Form. Ja schon wieder so ein Zufall, eigenartig.
Man sieht, wir haben noch viel vor auf dem Bindestrich Europas. Das eine oder andere Projekt ist bestimmt auch grenzwertig, aber wir nehmen das mal wörtlich, dass der Grenzwert einen Wert hat und mal ehrlich: an der Grenze wird das Leben doch erst so richtig spannend. Und offen heraus: wir können mit dem einen oder anderen Projekt natürlich auch scheitern. Aber wenn schon, dann auf hohem Niveau! Wir haben bei der Planung unserer Projekte schon sie viel Spaß gehabt, dass uns das für alles entschädigt. Wer eine gute Geschichte hat, gewinnt immer!
Mit herzlichen Grüßen aus Europas Kultur-Hauptstraße 2010!
Manfred Bögle
für die “Arbeitsgemeinschaft Kultur braucht
Straße”
Programmplanung 2. Halbjahr 2005
Karlsruher
Tatort
Freiluftkino auf der Hirschbrücke; gezeigt werden
TATORT-Krimis, die in der Karlsruher Südweststadt gedreht
wurden
STrassenAkademie des Rechts
– Klauprechtstrasse (STARK)
Vortrag “Fair streiten” mit dem
Streittrainer Karlheinz Moosig
Eröffnung des
Fahrrad-Fernweges Brest-Odessa
via Klauprrechtstraße, 5 Tage auf der
“Klauprechtlinie” im Herzen von Frankreich unterwegs
Wanderung
auf dem Karlsruher Westweg, der gleichzeitig der Karlsruher Ostweg ist
über den Karlsruher Pass und den Karlsruher Doppelpass zur
Karlsruher Höhe
mit
anschließendem Gipfel-Versuch - Georg
“Schorsch”
Schweitzer fegt die Straße und Manfred Bögle als
Erzähler das Vorurteil vom Tisch, Karlsruhe sei eine
Wandereinöde
Karlsruher
Kommentar
Kommentierung der aktuellen
Ausstellung in der Galerie Meyer Riegger in der
Klauprechtstraße
Karlsruher
Stadt-Musikanten
Das
Klauprecht-Straßen-Orchester unter der Leitung von Rebecca
Bücheler übt und spielt den
“Kanon” von Johann
Pachelbel
Straßenbahn-Direktverbindung
nach Paris:
Eröffnung der KANAPE-VISITE-Linie
Karlsruhe-Nancy-Paris (siehe oben)
Karlsruher
Südwest-Spiele
unter der Leitung des Intendanten der
Ettlinger Schlossfestspiele Jürgen Flügge. Proben zur
aktuellen Ettlinger Inszenierung “Die Comedian
Harmonists”
Eine Straße wird
zum Stern
Eröffnung “Gasthaus zum
Sternen” im September 2005, Deutsch-lands
größtes
Straßengasthaus, mediterane Spezialitäten, keine
Ente. Mit
“Sternenwirt” Dr. Friedrich Georg Höpfner.
Die
TonART-Künstlerin Sabine Classen holt uns mit ihrem mobilen
Brennofen auf der Kreuzung Hirsch-/Klauprechtstraße die
Sterne
vom Himmel
“Süße
Stückchen”
Salonmusik der 20er Jahre mit dem Duo Hess/Graf im
Erzähl-Café Lasch in der Klauprechtstraße
Karlsruher
Berg-Rennen
am Hirschbuckel an der Hirschbrücke. Auf der
5-Meter-Strecke gewinnt nicht der Schnellste sondern der Langsamste....
Karins Kammer-Musik
Hausmusik mit Violin- und Klaviertalenten bei Karin
Kafantaris in der Klauprechtstraße 32
Karlsruher Ziviles
Kammer-Theater
In den Wohnstuben der Südweststadt-Bewohner.
Kooperation mit dem Sandkorn-Theater
Karlsruher Durchgreifen
Durchgreifen zum Folkloretanz im Rahmen der FOLKLORIA,
dem
neuen Trachten- und Folklorefest der wirkstatt vom 23.-25.9.2005
Karlsruher Leuchten
der Lichter und Kinderaugen im Hardtwald. In
Kooperation mit den
“Karlsruher Waldmeistern” von der
Waldpädagaogik
Ausgeheckt!
Über 25 Jahre ist unser verdienstvoller
Kulturreferent Dr.
Michael
Heck schon im Amt. Jetzt erzählt er, was er in dieser Zeit
schon
alles ausgeheckt hat
Für was hat
eigentlich ein
Staatssekretär alles Zeit?
Staatssekretär Michael Sieber liest im
Erzählcafé Lasch aus seinem Terminkalender
Kultur oder Kulturen?
Michael Hübl von der BNN-Redaktion
“Kultur” gibt diese
Frage zu bedenken und erklärt, warum an seiner
Bürotür
nur das Schild “Kultur” hängt. Im gleichen
Atemzug
gibt Michael Hübl spannende Hinweise auf die Blüten
der
Karlsruher Kultur-Landschaft
Karlsruher
Verhütung
Zusammen mit vielen
Hüten, mit denen Sie Ihre Wohnung dekorieren, machen wir Sie
zum
Gesamtkunstwerk. Die Hüte kommen von einem mit uns
kooperierenden
Hut-Fachgeschäft, für die Verhütung
müssen Sie
allerdings selbst sorgen. Wenn Sie nicht verhüten, ist das
aber
auch in Ordnung.
Karlsruher
Traum-Ergebnis
Karlsruhe ist ein Traum,
schöne Geschichte, die uns da unser Stadtgründer
erzählt
hat. Schlafen und Träumen Sie an jenem Platz, wo “es
passiert ist”: im Karlsruher Schloss. Ihre Träume
können Sie am anderen Morgen mit dem bekannten
Traumtherapeuten
Dr. Helmut Hark besprechen. Träumen an
“Kraftplätzen” ist übrigens etwas
ganz Altes, das
haben schon die alten Griechen in ihren Tempeln gemacht. Siehe
wirkstatt-Programm, Bereich “Leben”
Karlsruher Hingabe
Wofür geben wir unser Steuergeld hin? Der
Leiter
des Karlsruher Finanzamtes, Manfred Schubnell, gibt Auskunft
Karlsruher
Tierversuch
Beim
Klauprechtstraßen-Winterfest haben wir bereits probeweise ein
Pferdegespann als Nahverkehrsmittel eingesetzt. Pferde haben aber, bei
aller Liebe, einen großen Pflegebedarf. Jetzt versuchen wir
es
mal mit Tieren, die lange ohne Nahrung auskommen: mit Kamelen. Die
kommen überraschenderweise aus dem Schwarzwald, aus
Simmersfeld,
und wollten schon immer mal in die Stadt und in die
Kultur-Hauptstraße. Ist das der Wink mit der
Straßenlaterne, dass Karlsruhe eine Kultur-Wüste
ist?
Mitnichten! Wir lassen am Klauprechtstraßen-Westend bei der
Brauerstraße mit einem entsprechenden Banner keinen Zweifel
aufkommen: Brauerstraße
– Ende der Durststrecke! Wir
hoffen auf ein Sponsoring von unserem verdienstvollen Dr. Friedrich
Georg Hoepfner von der Karlsruher Privatbrauerei Hoepfner.
Karlsruher Faust-Recht
Bürger, nutzt euer Faust-Recht! Alle
sollen aus Goethes “Faust” wortgewaltig zitieren
können. Jürgen Flügge, Intendant der
Schlossfestspiele
Ettlingen zeigt, wie es gemacht wird. Natürlich in
“unserem” Goethe-Gymnaisum in der
Südweststadt
Ein ausführliches Programmheft ist in Vorbereitung.
Bitte im wirkstatt-Büro anfordern oder direkt
bei der Arbeitsgemeinschaft „Kultur braucht Straße”:
info@klauprechtstrasse2010.de,
Telefon 0721/9822687