Musik.

'Musik hinter den Worten' - Die Würde des Menschen ist tastbar!

Jeder kennt sie: Worte, die etwas bewegen: Gefühle, ja Zustände verändern. Wenn die richtigen Worte gefunden sind, gerät etwas in Bewegung.
Musik steckt hinter Worten wie 'Ruhe', 'Freude', 'Liebe' oder gar den wohlgefügten Worten im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Jedoch ist sie nicht 'untastbar'. Wir tasten uns heran an diesem Abend mit Zitaten, Gedichten und Humor – von Pico della Mirandola bis Christoph Köhler.

Mitwirkende:
TRIO MOMENTUM
Anselm Richter (Stimme), Christoph Köhler (Sprache) und Martin Seith-Böhm (Klavier)

Termin: Mittwoch, 3. Oktober 2018

Beginn: 19.30 Uhr

Ort: wirkstatt FORUM, Gewerbehof, 1. OG, Steinstr. 23, 76133 Karlsruhe

Eintritt frei!
Freiwilliger Kostenbeitrag erwünscht.

 

TRIO MOMENTUM

Musik aus dem „Jetzt“ - impulsiert durch Wort und Poesie, das verstehen die drei Künstler-Profis: Anselm Richter (Stimme), Christoph Köhler (Sprache) und Martin Seith-Böhm (Klavier) in besonders ansprechender Art und Weise. Verschiedene Auftritte auf dem Haftelhof bei Schweighofen und im Bücherland in Karlsruhe liegen hinter uns mit Ernst und Heiterkeit. Der nächste tastet sich hinein in eine neue, klangvolle Akustik im Neuen wirkstatt – Forum. Herzliche Einladung bei freiem Unkostenbeitrag. Bei Spenden für die weitere Ausstattung des Forums gibt es auf Nachfrage eine Spenden-Bescheinigung.

 

Anselm Richter (geb. 1959) studierte Gesang an der Musikhochschule in Essen mit den Schwerpunkten Lied und Oratorium sowie Gesangspädagogik.

Nach Lehraufträgen an selbiger Hochschule und der Universität zu Köln übernahm er 1993 eine Dozentur an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Er ist dort am Institut für Musikwissenschaft und –pädagogik in der Ausbildung der Lehramtsstudierenden tätig.

Es gibt mehrere Pfade, auf denen sein Weg in die Improvisation nachzuzeichnen ist: Neben der Zeitgenössischen Musik ist auch die Improvisation ein Schwerpunkt im Profil des Gießener Musikinstituts, daneben wurde das „Improvisierte Üben“ gesanglicher Techniken ein immer wichtigerer Bestandteil seiner gesangspädagogischen Arbeit. Der dritte Pfad ist ein mehr spiritueller – hier geht es um das schöpferische Eintauchen ins „Jetzt“, dem eigentlichen und einzigen Zeitraum, in dem Kreativität entstehen kann. Auf dieser künstlerisch-spirituellen Suche ist Martin Seith-Böhm ihm ein wichtiger Begleiter geworden.

Martin Seith-Böhm (geb.1958) ist als Pianist, Organist, Cembalist, Korrepetitor und Eurythmiebegleiter einen relativ breiten Weg der Improvisation gegangen. Anders als im Jazz  waren es eher die „klassischen“ Projekte des Generalbasses und des „Begleitens“, verbunden mit einer großen Experimentierfreude am Klavier, die eine ständige Ausweitung des improvisatorischen Ausdrucksvermögens mit sich brachten. Aus einer besonderen Verbundenheit mit allem Gesanglichen, sei es über Chorleitung oder Liedbegleitung, entstand eine hohe Affinität auch in der Improvisation mit dem Sänger Anselm Richter.

Christoph Köhler (geb. 1957) peilte schon als Kind den Beruf des Schauspielers an, durchlief dann bereits als Schüler und später in Stuttgart eine entsprechende Ausbildung (Schauspiel, Rezitation, Regie, Sprecherziehung) und war seitdem auf diesen Feldern vielfältigst tätig: in der freien und etablierten Theaterszene viele Jahre schauspielend und regissierend, immerzu emsig Literatur rezitierend (dies bis heute), aber auch Sprache und Schauspiel unterrichtend: in Laienkursen hier und da und dort, als Sprachtherapeut und Theaterpädagoge an Waldorfschulen, als Dozent für Sprecherziehung an der karlsruher Musikhochschule. - Die Quelle zum eigenen lyrischen Schreiben öffnete sich unmittelbar nachdem er der Schauspielerei - zumindest für dieses Leben - endgültig adieu gesagt hatte.

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